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Zungenband

Schere oder Laser?

Zwei etablierte Methoden im Vergleich

Wenn ein zu kurzes Zungenband festgestellt und eine Frenotomie, also die Durchtrennung des Zungenbands, empfohlen wird, stehen zwei etablierte Verfahren zur Wahl: die Trennung mit der Schere und die Trennung mit dem Laser, meist einem CO2- oder Diodenlaser.

Trennung mit der Schere

Die Schnittfrenotomie ist die länger bekannte Methode. Sie ist technisch einfach und kostengünstig, wird häufig ambulant und ohne Betäubung durchgeführt und ist in vielen Fällen eine Kassenleistung. Die Wundheilung erfolgt offen. Als seltene Komplikationen gelten Nachblutung, Nachschmerzen und Narbenbildung, weshalb eine Prüfung der Blutgerinnung vor dem Eingriff sinnvoll sein kann.

Trennung mit dem Laser

Die Laserfrenotomie erfolgt meist mit reduzierter Blutung und teils mit geringerer Narbenbildung. Sie wird häufig von zahnmedizinischen Praxen angeboten und ist in der Regel eine privat zu tragende Leistung, da die Investitionskosten für das Gerät hoch sind. Auch hier ist eine sorgfältige Vor- und Nachsorge entscheidend für den Behandlungserfolg.

Was die Evidenz zeigt

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es aktuell keine Evidenz, die die grundsätzliche Überlegenheit einer der beiden Methoden belegt. Wichtiger als das gewählte Instrument sind das Können und Wissen der behandelnden Fachperson sowie eine qualifizierte Vor- und Nachsorge, insbesondere das aktive Wundmanagement nach dem Eingriff. Beide Verfahren erfordern eine anschließende Begleitung, damit die Wunde nicht wieder verwächst.

Fazit: Kein Instrument ist per se überlegen. Die Fortbildung vermittelt dir beide Verfahren gleichwertig, damit du Familien unabhängig von der gewählten Methode fundiert begleiten kannst.

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